#66 Die Pianistin Elena Bashkirova über Club Sandwich-Musik

Shownotes

“Ich möchte dem Publikum etwas Neues anbieten, also nicht nur Stücke, die sie im Badezimmer nachpfeifen können. Ich nenne das Club-Sandwich, es gibt Brot und Butter und dazwischen etwas Neues, also klassisch bekannte Stücke und auch neue oder nicht so bekannte Werke”, berichtet die künstlerische Leiterin Elena Bashkirova über das Programm beim internationalen Kammermusikfestivals “Intonations”. Auch ihr Mann, der Dirigent Daniel Barenboim so wie viele neue und “alte”Stars, wie die Pianistin Martha Argerich werden Teil des Festivals sein, welches vom 11. bis 14. Juni 2026 im Kühlhaus Berlin stattfindet. Wir diskutieren über politisierte Kunst, den Wert des Zuhörens und des gemeinsamen Musizierens von Menschen aus verfeindeten Kulturkreisen, die über die Kraft der Musik verbunden sind und auf diese Weise im Austausch bleiben.

Hintergrund

https://www.intonations-jicmf.comhttps://forartists.de/en/case-studies/elena-bashkirova/

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00:00:09: Ich bin so frei!

00:00:10: Der Podcast, in dem es um Freiheit,

00:00:12: Frauen und ums Anpacken geht.

00:00:17: Mit Dr.

00:00:17: Zoe von Fink.

00:00:26: Hallo ich sitze hier mit Elena Baskirova Und freue mich sehr So einen prominenten Gast hier zu haben.

00:00:33: Herzlich willkommen weil ich bin.

00:00:35: sofrei

00:00:36: Dankeschön!

00:00:37: Ich bin wirklich sehr froh dass ihr mich erwählt habt für ihre Podcast.

00:00:44: Wer sind Sie und was motiviert sie?

00:00:46: natürlich?

00:00:47: Alle kennen Sie aber in Ihren Worten.

00:00:50: Also alle kennen mich, das ist ein bisschen übertrieben, sagen wir.

00:00:53: Manche kennen mich...

00:00:54: ...viele kennen sich!

00:00:55: Ich

00:00:56: bin Musikerin, ich spiele Klavier, so Pianistin hauptberuflich Aber ich mache auch viele andere Sachen, die mit Musik zu tun haben.

00:01:05: Ich veranstalte ein paar Feste, weil sich Kuriere

00:01:10: im

00:01:10: Mendelssohnhaus in Leipzig vor euch Präsidenten dieser Mendelsson-Haus wählen und das sozusagen diese zwei Festes, was sind meine anderen Kinder?

00:01:28: Hauptsächlich spiele ich Kalir.

00:01:32: Ja, für viel mehr bleibt ja keine nicht mehr Zeit.

00:01:36: Aber ich nehme mehr Zeit und ich glaube es ist jetzt so interessant für mich auch zu lesen und zu sehen was die andere Löte tun.

00:01:48: Wenn Sie zwei Stunden mehr am Tag hätten?

00:01:50: Was würden sie damit tun?

00:01:52: Schlafen!

00:01:54: Das würde ich sicherlich schlafen weil ich habe nicht genug.

00:01:58: Ich hab einen großen Defizit und schlafen, dass es... ich liebe Schlafen.

00:02:02: Es gibt Leute die finden das im Zeitverlust, ich finde Schlafe ist etwas absolut Wunderbares, dass danach füllt man sich frisch und ist man viel besser sozusagen für Arbeit und für alles was man tut.

00:02:16: Also es ist vielleicht keine interessante Antwort aber es ist eine ehrliche.

00:02:22: Ich würde wahrscheinlich das gleiche antworten.

00:02:23: Sehen Sie!

00:02:26: Und wann haben Sie zum letzten Mal etwas zum ersten mal gemacht?

00:02:31: Das ist eine interessante Frage.

00:02:32: Ich glaube, das steht mir noch vor.

00:02:36: Weil ich mache sehr viele Sachen, die ich schon gemerkt habe und die ich liebe.

00:02:40: aber sowas etwas ganz anderes, ganz Neues habe ich lange Zeit nicht gemacht und deswegen würde diese Frage vielleicht nicht beantworten, weil es gab nichts jetzt.

00:02:52: Etwas das ich gemacht habe zum ersten Mal aber ich bin sicher bald kommt etwas.

00:02:58: Ich spüre es!

00:02:59: Wie sieht denn so ein ganz normaler Arbeitstag bei Ihnen aus?

00:03:04: Wenn Sie z.B.

00:03:05: ausgeschlafen haben?

00:03:06: Ja

00:03:07: also ideale Arbeitstag sieht so aus dass aufs Schlafe und dann mich frühstücken mit meinem Mann.

00:03:15: Und dann übe ich, ich habe dann zwei Stunden, zweieinhalb Stunden für mich und übe und dann kommt so ein Wetterkissen oder sowas.

00:03:25: dann kein kleines Schläfchen idealerweise.

00:03:29: und dann weiter ein bisschen üben und dann Sachen machen das sich fachen zum Beispiel die Programme machen und Freunde zu sehen, ein bisschen abends vorbereiten.

00:03:39: Ich mache auch Sport ein bisschen so.

00:03:41: für alles braucht man Zeit.

00:03:42: Und ideal würde ich z.B.

00:03:45: an so einem Tag nach Mittag zum Pilates gehen und dann brauche ich noch vielleicht eine Stunde zu üben

00:03:51: vor

00:03:52: dem Abendessen.

00:03:53: So drei, vier Stunden üben

00:03:55: am Tag?

00:03:55: Für mich drei Stunden genug wenn ich gut konzentriert bin.

00:04:00: Ja das ist ja natürlich Absoluten Kondition Nummer eins konzentriert zu sein.

00:04:08: Wenn man übt und nicht konzentiert, ist und tausendmal im Telefon läuft oder sowas... ...oder nichts anderes denkt.

00:04:16: Und öztlich hat man ein Stück schon gespielt und man denkt, was war da?

00:04:20: Also es tut überhaupt nichts zur Sache!

00:04:23: Das muss man... das ist Terror in der Zeit.

00:04:26: Deswegen muss man wirklich konzentrierter üben und nur das.

00:04:30: sich wirklich damit auseinanderzusetzen und denken, immer denken.

00:04:36: Ja!

00:04:36: Und wenn Sie üben was ist Ihr bevorzugtes Repertoire?

00:04:39: Naja ich habe in dem Moment was ich etwas lerne du spiele.

00:04:44: In diesem Moment muss ich dieses Stück lieben und muss finden dass es absolut fantastisch ist.

00:04:50: Wenn so dann kommt ein anderes Stück aber ich war von meinem Jugend schon sehr geprägt muss ich sagen, deutschen österreichischen klassische menschliche Repertoire.

00:05:05: Das sind meine Lieblingskomponisten, sind Mozart oder Schumann-Grams und so weiter.

00:05:14: Da kann ich mir viel mehr Reprogramme damit machen aber es gibt natürlich viele andere Komponistinnen die man spielt.

00:05:23: durch meine Arbeit in Mendelssohnhaus.

00:05:26: Ich habe auch Mendelsson Liebe gelernt.

00:05:29: So wie gesagt, ich habe ihm gekonnt aber jetzt hab mich das wirklich auch ein bisschen verliebt in diesen Menschen.

00:05:37: In diesem Musik und auch politisch und auch sozialen Menschen.

00:05:42: Und seine Schäste!

00:05:44: Die war eine fantastische Komponistin noch.

00:05:46: Fantastischer Komponiistin.

00:05:48: Beide sind leider wahnsinnig früh gestorben und natürlich weiß nicht was Mendelssohn noch geschrieben hätte.

00:05:57: Es ist eine große Genie, aber sie war Hochheim-Genie.

00:06:03: Ich glaube diese Familie, die Eltern waren sehr konservativ und ich habe sie nie erlaubt sich so wirklich, wie soll ich das sagen entfalten?

00:06:19: Ja ihre Möglichkeit, ihre Fähigkeiten als Komponistinnen und Pianisten auch zum nach außen zu bringen.

00:06:29: Das war, vielleicht dachten sie das war nicht eine gute Sache für die Mädchen aus guter Familie aber das ist absolut geil.

00:06:37: Und sie hat wunderbare Stücke geschrieben und die die man kennt sind großartig.

00:06:44: also ich bin froh dass sich das kennengelernt habe.

00:06:49: Dann springen wir eigentlich schon gleich zum Ende, auf die auch Pomponistinnen spielen.

00:06:55: Sie ist einfach großartig und sehr... Also jetzt ich glaube sie spielt näher und näher.

00:06:59: jetzt dadurch dass die Interesse für vielleicht wegen Interesse weil sie Frau ist.

00:07:04: aber ob sie Frau oder Mann ist es ist eine großartige Kompromisse.

00:07:12: Wir sind ja heute hier, um uns über das bevorstehende internationale Kammermusikfestival zu unterhalten.

00:07:19: Und zwar Intonations oder Intronation?

00:07:24: Intonation!

00:07:25: Okay, ob der in den Namen.

00:07:27: Sie haben das vor einigen Jahren gegründet.

00:07:30: was war denn der ursprüngliche Impuls?

00:07:32: und es gibt's ja schon viele Jahre.

00:07:34: wie hat sich das über die jahre weiterentwickelt?

00:07:37: Dieses Festival war so zum Geboren als kleiner Bruder von einem Testwoll, das ich schon seit... ...auchtundneunzig.

00:07:47: Neunzehntundneinhalbzehnteizig habe im Jerusalem.

00:07:50: Das war damals also auch Neuigkeit.

00:07:53: Dann viele, viele Jahre später hat mich Michael Blumenthal da damals in der Judischen Museum gegründet und leitete.

00:08:02: er hat mir geredet etwas so In dieser Weise auch in die Judische Museum zu machen Und ich war sehr, sehr froh.

00:08:10: Ich wusste nicht am Anfang, ob Berlin sowas braucht.

00:08:14: Ehrlich?

00:08:15: Und ich habe mir viele Fragen gestellt, aber eine ... für das Versuchen könnte man und wir haben versucht, wir haben ein schones Programm gemacht sehr ähnlich an Jerusalem war mit ähnlichen, ähnlich mit praktisch gleichen Leuten Und das hat sehr gut funktioniert von Anfang an.

00:08:35: Erst mal zehn Jahre im jüdischen Museum, es war wirklich fantastisch!

00:08:39: Es war ein großer Erfolg und zu meinem großen Überraschung.

00:08:45: Und alle haben sich gefreut auf dieses Festival.

00:08:48: Dann nach zehn Jahren hat die Jüdische Museum – ich wollte sagen für sie können wir das nicht mehr machen – verschiedene Gründe.

00:08:58: Wir haben angefangen... einen neuen Platz zu suchen, weil ich wollte nicht dieses Festival verlieren.

00:09:05: Niemand wollte das, Publikum wollte es nicht, Musiker wollten das nicht.

00:09:08: Wir müssten noch einen neuen Ort finden und nach ziemlich langer Zeit haben wir diesen absolut verrückten schönen Ort gefunden.

00:09:20: Das heißt Kühlhaus.

00:09:22: Es ist zwischen Gleis Dreieck und Ufer also es liegt eigentlich sehr zentral Lückenwanderstraße.

00:09:31: Und es ist eine fantastische Gebäude von Anfang des zwanzigste Jahrhundert zu einer industriellen Gebäuden, wo tatsächlich Kühlhaus war.

00:09:41: Wo man diese große Blöcke vom Eis gehabt hat und sie hatten dort also alle die Sachen, die im Kühlen zu bewahren waren, haben das man dort gewonnen, Fleisch oder was weiß ich nicht.

00:09:54: Also es war ein Kühlhaushal.

00:09:56: Danach wollte man das, Also weg tun und ich glaube, eine Heerpaar hat das gekauft als Ruine.

00:10:04: Und sich haben das wirklich neu gebaut.

00:10:11: Als Außen sieht es genau so aus wie früher aber drinnen ist ein mehrstöckiger Haus mit einem Cube.

00:10:21: Das ist auf drei Etagen dieses Cube.

00:10:23: Das ist da eine absolut gigantische Sache.

00:10:27: man kann dort vielleicht Fünfhundert oder sechshundert Leute reinbringen und sitzen, stellen, wie man will.

00:10:35: Weil das ist eine offene Fläche!

00:10:38: Und es klingt fantastisch.

00:10:39: Als ich da war, stand in der Mitte von diesem Cube.

00:10:43: Ich habe so gemacht... Das hat so fantastisch geklungen überall, dass ich dachte, wow, das ist unsere Ort.

00:10:52: Von Anfang an glaube jeder dort kommt verliebt sich in diesem Ort.

00:10:59: Also ich bin auch sehr gespannt, das Festival findet ja vom Elbsten bis Vierzehn Juni statt.

00:11:04: Das Programm ist sagenhaft!

00:11:07: Ich bin sehr gespannt auf die Akustik und diese Location.

00:11:10: also ganz toll.

00:11:13: Ich freue mich.

00:11:14: Gibt es denn eine Light-Idee für dieses Jahr?

00:11:17: Gibt's irgendwie ein Motto oder etwas was...

00:11:19: Ja ich habe das.

00:11:20: am Anfang an hatte ich so eine Idee von Motten aber dann Als ich gesehen habe, welche Künstler kommen, dann habe ich diese Idee einfach liegen lassen.

00:11:33: Es war zu dogmatisch.

00:11:36: Manchmal sind diese Themen... Also man kann von Themen nicht weg und es ist zum Beispiel wenn ich Matage habe, wozu brauche ich sie in einen diesen Straight Jacket sozusagen zu bringen.

00:11:53: Wie kann spielen, was ich will?

00:11:55: Sie ist so eine unglaubliche großartige Künstlerin und ich bin so froh sie zu haben.

00:12:00: aber die anderen auch zum Beispiel der Manuel Payoy oder sowas... Ich bin froh diese Leute zu haben!

00:12:05: Man kann natürlich eine Idee haben.

00:12:09: meine Idee war von klein bis sehr groß also von duos bis... ich weiß nicht bis octeten noch netten und so was am Ende.

00:12:20: So ist es auch, weil in jedem Programm gibt es ein paar Doos und Sonaten.

00:12:26: Es gibt immer eine oder zwei größere Stücke aber es ist nicht so skolastisch jetzt alles wirklich, dass man Differenzit sagt ja Duo, Trio, Quartett, Quartet usw.

00:12:39: Aber es gibt so jede Programme hat beide Seiten

00:12:44: Auf der einen Seite Kuratorin und andererseits spielen sie auch mit.

00:12:47: Ist das ein Widerspruch

00:12:49: oder hilft es?

00:12:50: Die KuratorIn ist nicht das Wort, ich bin, wie soll ich sagen, künstlerischer Leiterin.

00:12:57: Ja natürlich!

00:12:58: Aber ich spiele diesmal nicht sehr viel.

00:13:00: Und für mich also ist es sehr gut weil ich konnte mehr spielen.

00:13:05: aber für mich ist ich bevorzuge neuer Leute für den Publikum da zu haben, sodass die kennenlernen.

00:13:13: Das ist für mich nicht so wichtig.

00:13:14: ich kann woanders spielen und so spielen ja sowieso viel.

00:13:18: aber bei diesem Festival diese Plattformen zu geben für die junge neue Leute es ist sehr wichtig und wir haben tatsächlich also fantastische junge Pernisten da.

00:13:32: Ich habe mir das Programm angenehm.

00:13:34: was ist denn so?

00:13:35: ihr Mix zwischen Alten Stars, nicht alte.

00:13:39: Was ich meine und jung, wie denken Sie sich da so?

00:13:42: Ich

00:13:42: denke genau das weil es ist sehr wichtig für beide diese Mischung zu haben.

00:13:48: Für die ältere und erfahrenen Leute ist es wunderbar mit jungen Leuten zu arbeiten.

00:13:55: Das gibt frische Luft Irgendwie Adrenalin, anderes natürlich.

00:14:01: Und für die junge Leute ist es dann ein Segen mit erfahrenen Musiker zu arbeiten und sie können sehr viel lernen.

00:14:09: Also beide Seiten bereichern sich damit.

00:14:15: Gibt es in dem Programm einen Teil der Ihnen besonders am Herzen liegt oder einen Lieblingsabend?

00:14:22: Nein, natürlich nicht!

00:14:23: In jedem... In jedem Abend gibt es so Lieblingsstücke, sagen wir so.

00:14:28: Die ich besonderes mag aber die andere Leute vielleicht mehr.

00:14:31: dann kein anderes Stück.

00:14:33: also alle Stücke sind wunderbar und interessant.

00:14:36: manche sind sehr selten gespielt die anderen ganze Zeit gespielt Aber immer immer geliebt.

00:14:43: Also das ist für mich auch interessant zu sehen dass dass die Menschen, die das Publikum auch was Neues bekommen.

00:14:52: Nicht nur die Sachen, die sie sozusagen so gut kennen, dass sie in ihrem Badezimmer also pfeifen können, sondern auch etwas anderes, was Neu ist.

00:15:03: und manche Sachen sind sogar nicht neu, sondern selten gespielt.

00:15:08: Das ist auch sehr wichtig.

00:15:10: Die sagen wir nicht ausgraben, sie sind da.

00:15:20: Man spielt nur das Gleiche.

00:15:23: Als ich über das Interview dachte, kam mir die Frage auch.

00:15:27: Irgendwie hatten es gefüsst werden immer die gleichen Stücke gespielt und das ist halt Klassik aber es muss doch mal irgendwie was Neues dazukommen.

00:15:35: In der Klasse gibt es so viel mehr!

00:15:38: So viel mehr, dass man nicht spielt oder sehr selten spielt.

00:15:41: Und ich glaube das ist richtig, in so einem Festivalprogramm kann man es in jedem Konzert wirklich großartige bekannte Stücke, aber auch großartig unbekannte und totalen Stücke oder wenig bekannten Stücke.

00:15:58: Ich nenne das ein Knapsenwitzch!

00:16:01: Klabsenwich,

00:16:04: das man sozusagen nicht mehr Brot in Butter hat.

00:16:07: Aber dazwischen irgendwelche interessante andere Sachen.

00:16:12: Okay

00:16:15: wir haben unseren Titel.

00:16:21: Das Thema von der Stachel ist diesmal Krise also die politischen Krise auch.

00:16:27: und in dem Zusammenhang Welche Verantwortung tragen denn solche Festivals auch einen politischen oder gesellschaftspolitischen Beitrag zu leisten?

00:16:37: Ich kann da wirklich bei so einem Festival gibt es nichts Politisches.

00:16:43: Das einzige Politische ist, dass wir nicht politisch sind.

00:16:48: Sie sehen, was ich meine.

00:16:50: Es gibt also verschiedene Leute, man kann sagen ja es gibt Leute aus verschiedenen Ländern die nicht miteinander sprechen sollen aber die spielen miteinander und sind große Frauen.

00:17:04: Das ist die einzige Sache.

00:17:05: das habe ich von meinem Mann gelernt.

00:17:08: der hat westeslöcher sie waren gegründet und Akademie hier wo man wirklich die Leute dazu dazu bringt dass sie nicht nur miteinander sprechen, sie befreundern sich und sie zeigen den Welt die ganze Welt.

00:17:24: Dass es möglich ist.

00:17:26: Dass man muss nicht unbedingt so einander hassen und boykutsieren so, dass man viel besser das man miteinander redet.

00:17:34: Und beim Reden und besonders bei Musik machen weil da braucht man keiner Wort kommt man viel näher zueinander und macht sich wird auch Freunde Verständnis und Respekt voreinander haben.

00:17:50: Und einander zuhören, bei Musik und Kammermusik besonders diese Zuhörende sind wichtig das ist so zu hören also du spielst und du hörst deine Partner zu und manchmal gehst zurück und lässt deine Partner solo spielen Und dann bist du solo und die Partner gehen also zurück.

00:18:16: Das ist diese Präzit, wenn das in der Politik hätte.

00:18:23: Müsste man eigentlich von Musik lernen?

00:18:26: Ich verstehe genau, was Sie mal in anderen Worten so ein großes politisches Statement machen.

00:18:34: Handeln und

00:18:36: Zubereimen

00:18:37: zusammenkommen.

00:18:38: Man

00:18:38: muss tun, man muss tun!

00:18:39: Man muss nicht sehr viel reden, man muß tun weil bei Reden oder bei Boykott machen oder sowas... Man tut keinem Menschen etwas Gutes Keinem.

00:18:49: Es ist nur schlechte Nur schlechte Karma ganze Zeit.

00:18:55: Also deswegen ist es viele Gasse die miteinander reden und einander zu hören und respektieren.

00:19:04: Ja, angesichts dieser ganzen Iskulation im Kulturbetrieb.

00:19:08: Ich weiß ja trotzdem noch mal... Ich

00:19:09: bin total... ich lese das alles und deswegen denke, wie verstehen Sie es?

00:19:16: Wie können sie das nicht verstehen?

00:19:17: Weil sie tun nichts Gutes damit!

00:19:19: Wenn sie etwas einem Menschen etwas tut, gutes tut außer Schadenfreude bringt das überhaupt nichts.

00:19:28: Und das ist nicht die gute Freude.

00:19:31: Also ich glaube, dass es viel wichtiger ist miteinander reden und mit Respekt die Narrative von anderen Menschen zu hören verstehen.

00:19:43: Man muss nicht unbedingt damit einverstanden sein, beide Seiten aber verstehen und zuhören sehr wichtig.

00:19:56: Wie steht's denn um einem anderes Thema?

00:19:57: Und zwar Gleichberechtigung!

00:20:00: Haben Sie es leichter als Frau oder schwerer?

00:20:03: Werden Männer und Frauen gleich gut bezahlt in Ihrer Branche?

00:20:06: Ich denke, im Musikbranche ist das kein großes Problem.

00:20:13: Es gibt sehr viele große Stars, die gerade Frauen sind.

00:20:17: Ob das in volle Stars oder natürlich auch... Da da ist kein Problem!

00:20:23: Ich glaube, im Orchester bekommen sie das Gleiche.

00:20:26: Ich denke, ich bin sicher.

00:20:29: Das ist mehr in politischen und industriellen Gebieten wo es die Frauen müssen noch kämpfen.

00:20:36: Und das ist natürlich nicht normal dass die Frauen wenn sie selber Leistung bringen und wenige bekommen oder so... Es ist nicht normal von unserer Seite.

00:20:48: Wir sind also glücklich weil wir sind Künstler und wir haben damit... und fahren, dass ein Kollege von mir mehr bekommt, weil er einmal ist oder sowas.

00:21:00: Das gibt es nicht bei uns.

00:21:02: Oder bin ich vielleicht schlecht informiert?

00:21:06: Aber ich glaube nicht!

00:21:07: Ja, das ist doch eine gute

00:21:10: Seite...

00:21:11: Aber ich weiß,

00:21:11: dass es bei vielen anderen Arbeiten dort wo die Frauen ähnliche große Stellen kriegen, klingt weniger.

00:21:23: Das ist wirklich nicht okay.

00:21:26: Es ist kein Respekt.

00:21:30: Und sehen Sie sich selber als Feministin oder jemand, der sich für Gleichberechtigung einsetzt?

00:21:36: Oder probieren sie insbesondere vielleicht auch Komponisten zu spielen?

00:21:40: Nein!

00:21:40: Ich denke ich bin für Qualität und wenn ich zum Beispiel so eine Komponie wie Fanny Hänsel von Mendelssohn entdeckt habe.

00:21:49: Ich war wahnsinnig glücklich, aber ich suche nicht extra nur Frauenkomponistinnen zu spielen.

00:21:55: Es gibt die gute und wunderbar.

00:21:58: dasselbe gilt für die Dirigenten.

00:22:00: es gibt Länder oder sowas wo viele die machen extra Frauen-Dirigenten werden und so.

00:22:10: das bringt nichts weil da ist sind die Frauen auch im Ghetto sozusagen.

00:22:14: warum?

00:22:16: Gute Frauen sind genau so gut, wenn sie auch mit Männer zusammen sind.

00:22:21: Und ich bin sicher das es in der nächsten Generation wird mehr und mehr gute Frauen sein.

00:22:26: Sie haben einfach sehr spät angefangen diesen Beruf.

00:22:33: Ich kenne schon viele die mein Mann hatte, ich glaube der erste.

00:22:38: hat seine Assistentin, die Simon Jark.

00:22:40: Sie war damals ... sie hat gedacht ich habe überhaupt keine Chance als Frau.

00:22:45: und da hatte er diese Chance gegeben, sie war Assistent in Bayreuth bei ihm und dann in Berlin und so und so hatten sie plötzlich, plötzlich gesehen das ist eine Frau, die fantastisch ist und sie ist überallend.

00:22:57: Und soweit und sowei wird die gute Leute kommen durch.

00:23:01: Ich glaube, es ist eine große ideologische Frage ob man einen Quoten setzt oder nicht.

00:23:05: Ja,

00:23:06: das stimmt!

00:23:07: Aber ich finde manchmal dass es sogar ein bisschen... Manche Frauen wollen vielleicht, dass ich würde das als Erniedrigung erfinden wenn man mich oder jemanden nehmen nur weil es Frau ist.

00:23:25: Stimmt, andererseits.

00:23:26: Es gibt auch Branchen

00:23:29: Wo es wiedergeht ist.

00:23:32: Ich spreche von meiner, unsere Branche wo es manchmal... Also die nehmen manchmal nicht meine Frau weil sie eine Frau ist und alle lachen.

00:23:43: Weil es gibt bessere Frauen sagen wir so.

00:23:48: Das ist auch so!

00:23:50: Und in diesem Jahr selber mit einem sehr erfolgreichen Mann verheiratet werden Sie manchmal als Frau von Herrn Warenbäumen gesehen.

00:24:00: Stürzt sie das?

00:24:01: Es ist

00:24:01: mir absolut egal, weil es ist die, die das machen würden das sowieso machen.

00:24:07: ich kann auch auf dem Kopf stehen und ich weiß nicht mit meinen Füßen spielen werden sie sowieso sagen aber hier ich mache mein Bestes er hilft mir in dem Sinne der ist immer für mich da und die gute Rat schläge zu geben zu meinem Spiel.

00:24:23: Also musikalisch nicht, Karriere war besser.

00:24:26: Und wir haben kaum miteinander gespielt nur manche zwei-drei Mal für besondere Sachen also vier Hände ein bisschen.

00:24:36: aber das ist absolut zwei getrennte Wege und ich bin absolut sicher dass es richtig war.

00:24:44: er hat immer als sie uns kennengelernt haben und immer weiter, hat die Möglichkeit mit ganz großen Leuten zusammenzuspielen.

00:24:57: Und ich hatte mich nicht dazu gezählt wirklich... Ich bin besser mit dem Alter geworden das weiß ich!

00:25:05: Bin später Entwickler.

00:25:08: Aber trotzdem finde ich, dass war ein richtiger Weg.

00:25:13: Also wenn die Leute das sowieso denken, ist es mir wusst.

00:25:19: Wir haben das Gleiche mit einem von unseren Söhnen.

00:25:22: Der spielt Geige und super.

00:25:25: Und er muss das gleiche ganze Zeit erfahren natürlich.

00:25:30: Ja der Sohn von Baron dann natürlich warum denn?

00:25:32: Er muss seine Sache gut machen.

00:25:35: Wenn man sich mal seine Sache Gut macht... So zu sagen, irgendwann hören das die Leute und dass der Namen der Familienname wird.

00:25:48: Zeitlichtig seine First Name sozusagen.

00:25:51: Wir

00:25:52: spielen aber auch zusammen, ich glaube am dreizehnten Juni diesen oder vierzehnt nicht weiß es nicht

00:25:57: mit ihm?

00:25:58: Ah nein!

00:25:59: Mit Michael nicht.

00:26:00: Er spielt Irgendwo in Sagrebo.

00:26:03: Ich

00:26:03: meine mein

00:26:05: Mann dirigiert dort.

00:26:06: also er spielt jetzt nicht mehr klar wie er leider.

00:26:10: seine Krankheit erlaubt ihm das nicht.

00:26:12: Aber er dirigiert diese große Mozartstücke,

00:26:16: d.h.,

00:26:16: Granpartita.

00:26:18: Das ist fantastisch!

00:26:19: Das ist für die Dreizchen Bläser und Konverbassen.

00:26:22: Es ist eine grandiosen, einer von Mozarts schönste, grandioseste Stück.

00:26:27: Da können wir uns darauf freuen?

00:26:29: Ja, es ist

00:26:31: am Sonntag-Vormittag ist das ja, der letzte Stück.

00:26:37: Und dann sie blicken jetzt schon auch auf eine lange Karriere zurück.

00:26:42: Wenn Sie jetzt einmal so zurückblicken, auf Ihr Lebenswerk und jetzt zum Beispiel ein Buch schreiben würden... Was wäre der Titel?

00:26:52: Noch

00:26:52: nicht!

00:26:54: Das wäre das Titel.

00:26:57: Noch

00:26:57: nicht?!

00:26:57: Nein, nein, nein.

00:26:58: Es ist noch nicht.

00:26:59: Ich bin noch nicht fertig.

00:27:02: Sie haben noch viel vor.

00:27:04: Ich habe noch viel vor und ich weiß nicht, wie es noch kommt.

00:27:08: Also, ich fühle mich noch voll energie.

00:27:10: Und so das ist... ...ich aber noch nicht.

00:27:14: Noch nicht das Bedürfnis über mich zu schreiben.

00:27:20: Es gibt genug Geschichten, man konnte das machen, aber nein!

00:27:25: Ich glaube, ich warte!

00:27:26: Es gibt Kollegen die schon mit dreißig ihre Memoren schreiben, dass wir dich so lächerlich sind.

00:27:33: Lustig.

00:27:34: Was können Sie schon wissen?

00:27:37: und danach kommt noch viel mehr?

00:27:40: Ja, jetzt wird immer Interessante!

00:27:42: Was haben sie denn noch vor?

00:27:44: Was habe ich vor?

00:27:46: Ich weiß nicht, ich möchte mich weiterentwickeln.

00:27:49: Ich lerne weiter.

00:27:50: Ich möchte mehr Repertoire lernen.

00:27:53: Ich will mit mehr Leuten zusammenkommen.

00:27:58: Also paar andere Länder auch bereisen, also bespielen Und so weiter.

00:28:04: Also es gibt noch sehr, sehr viele Bücher das ich nicht gelesen habe und sehr viele Leute mit denen ich obwohl die ich kenne.

00:28:13: aber ich möchte weitere Freundschaften anknüpfen und die Freundschaft brauchen Zeit und das ist sehr wichtig.

00:28:22: also ich weiß nicht jetzt mit politischen Situationen jetzt zum Beispiel meine Heimat Russland kann ich jetzt nicht besuchen.

00:28:30: Ich hab auch kein Wo Kein Wunsch.

00:28:33: Von der anderen Seite, wenn ich könnte, würde ich gehen... Wenn die Situation anders wäre ...würde ich gehen?

00:28:40: Weil meine viele Freunde leben noch dort.

00:28:43: Keine Familie, Gott sei Dank!

00:28:45: Auch Ukraine zum Beispiel.

00:28:46: Ich habe dort sehr oft gespielt und jetzt kann man auch dort nicht fahren.

00:28:49: Also es ist wirklich sehr, sehr schwierig geworden.

00:28:53: also ich würde sehr gerne... Ich würde nicht Zeit zurückdrehen können aber Ich möchte, dass das irgendwann zu Ende geht.

00:29:02: diese verrückte Situation.

00:29:06: Sagen wir in Russland, Ukraine und auch in Israel und Palästina und andere Länder es ist wirklich unamerika natürlich was ist?

00:29:16: ich habe mir überhaupt keinen großen Wunsch dort zu gehen Und

00:29:22: dann fehlt uns ein Orchester mit ukrainianen großen Und Amerikanern vielleicht?

00:29:28: Ja, zum

00:29:28: Beispiel Israelis und

00:29:31: Palestinians.

00:29:31: Was

00:29:32: hat mein Mann?

00:29:33: hat das also?

00:29:34: In der Akademie gibt es Israelis, Palästinense sehr viele Iraner... ...und natürlich Ägypter und Daniels und Palästenenzen von außerhalb und Israel und von besessen.

00:29:49: Alles wichtige wirklich interessante Sachen.

00:29:51: manche kennen einen, der nicht aus Syrien sieht.

00:29:55: Also die Leute sind von überall und so genannte Feinde sind beste Freunde geworden durch dieses Orchester, diese Divane und auch durch Akademie natürlich.

00:30:10: Und die Akadémie gibt weitere neue Frischblut am Divane-Orchester und es ist fantastisch!

00:30:19: Sehr schön.

00:30:20: Die letzte Frage.

00:30:22: Was möchten Sie denn jungen Frauen und Männern auf den Weg mitgeben, die vielleicht so eine ähnliche Karriere oder einen ähnlichen Weg wie sie anstreben?

00:30:31: Das hängt davon erst mal also.

00:30:33: Sie müssen ernsthaft lieben was sie machen.

00:30:37: Also wenn sie Musiker sind es ist sehr wichtig.

00:30:41: das hat mein Vater immer gesagt.

00:30:46: Also werben willst, zum Beispiel Pianist oder egal welchen Instrument.

00:30:51: Du musst dafür brennen!

00:30:54: Das muss dein eigentlicher alles sein, das wichtigste Sache deines Lebens brennend.

00:31:02: Und ich denke die Leute, sie machen nur ja warum nicht?

00:31:05: Oder irgendwie oder üben gut aber haben keinen.

00:31:11: diese Feuer in sich ist besser dass sie das lassen.

00:31:15: Und sie können in Musik so viele Sachen machen.

00:31:18: In den Initrationen, alle mögliche ... Die Musik braucht sehr viel Rote um sich.

00:31:23: Die Musiker brauchen das!

00:31:25: Also aber um Musiker zu werden, wenn du diese Feuern sicher hast dann musst du unbedingt diesen Weg verfolgen.

00:31:33: Auch jetzt ein schöner Weg weil es gibt so viele von uns und da muss man sich durch.

00:31:39: Weil es ist sonst bis du dein ganzes Leben bereuen, dass du das nicht gemacht hast.

00:31:49: Nicht bis zu Ende.

00:31:51: Ich habe doch eine andere letzte Frage aus Neugier.

00:31:53: Sie haben es vorhin gesagt... vielleicht nicht zu den Top-Pianistinnen der Welt gehören.

00:32:00: Also das ist ihre Einschätzung, aber sie haben sich später weiterentwickelt.

00:32:06: Ich

00:32:06: entwickel mich noch immer.

00:32:07: Es ist so interessant in diesem Beruf.

00:32:11: ich glaube wenn du irgendwann aufhörst zu lernen zum Weiterentwickeln dann ist es vorbei und kannst du aufhören.

00:32:21: Aber ich glaube, ich bin gerade von diesem Ort nicht mehr.

00:32:24: Viele Freunde von mir auch und gefühlt vor diesem Alter.

00:32:27: Wir sind hier sehr viel in Erinnerung und wollen mehr davon, also mehr Nicht-mehr-Karriere.

00:32:35: Nein das interessiert mich nicht so viel!

00:32:37: Aber mehr lernen, mehr spielen, mehr neue Sachen erkundigen also in Musik.

00:32:44: Also das ist diese innere Feuer.

00:32:48: Das bei mir brennt es noch sehr, sehr stark.

00:32:52: Das ist doch ein sehr schönes Schlussfall!

00:32:54: Also alle auf zu den Festivalintonations, Elfter bis vierzehnte Juni im Kühlhaus Berlin.

00:33:01: Vielen, vielen Dank.

00:33:03: Alles Gute und

00:33:04: bis dann!

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